Manuskript von Hans Domizlaff um 1937 Hans Domizlaff Archiv - Frankfurt am Main
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Manuskript von Hans Domizlaff um 1937
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Hans Haumer:

Vertrauen

Vertrauen stellt einen gewichtigen Teil des Wertes eines Unternehmens oder einer Marke dar, auch wenn er sich monetär nicht fassen lässt.

Welche weitreichenden gesellschaftlichen Folgen Vertrauensverlust haben kann, zeigt sich aktuell in den Auswirkungen der Finanzkrise. Dass es sich bei dieser Krise tatsächlich um eine weltweite Vertrauenskrise handelt, die ihre Ursachen in einer über mehrere Stufen verschobenen Risikobereitschaft hat, schildert der versierte Finanzfachmann Hans Haumer in seinem gerade erschienenen Buch mit dem schlichten Titel „Vertrauen“. Die gegenseitige Abhängigkeit bedingt, dass „das Vertrauen immer selbstverständlicher, aber auch immer unverständlicher wird“ – so Haumer. Wo das Vertrauen in Frage gestellt ist, gerät das Zusammenspiel der Gesellschaft ins Stocken.

Haumer ist Insider, der weiß, wovon er spricht. Als langjähriger Bankenchef in Liechtenstein und Experte des Internationalen Währungsfonds gehört er heute zum Aufsichtsrat der Finanzmarktaufsicht in Liechtenstein. Kenntnisreich in Biologie, Psychologie und Soziologie erläutert er die Beziehung zwischen Vertrauen und Gemeinschaft sowie dem Vertrauen als wichtige Voraussetzung für Evolution und Entwicklung von Spezies wie auch für Unternehmen. Als Finanzspezialist weiß er die vorausgegangene Entwicklung und die Zusammenhänge des Geldmarktes in knapper aber detaillierter Form zu umreißen, so dass sie auch für den Laien transparent und plastisch werden.

Dabei ist er außerdem Philosoph genug, um den unternehmerischen und wirtschaftenden Menschen in einen gesellschaftlichen Horizont zu stellen, der ihre Notwendigkeit und Innovationskraft erklärt, aber nicht jedes unternehmerische Handeln ohne Ethik als gerechtfertigt ansieht.

Gerade in der Markenführung gehen viele Anstrengungen dahin, das Vertrauen in die Marke sowohl im Unternehmen wie auch in allen Außenbeziehungen zu kultivieren. Trotz aller Kontrollen ist es eine Binsenweisheit: Kaum ein Bereich der Lebensmittelbranche kommt ohne das gegenseitige Vertrauen der am Markt Beteiligten aus. Nichts ist leichter zu verlieren als Vertrauen, gleichzeitig kostet nichts mehr Kraft und Zeit es zu gewinnen.

Hans Haumer untersucht das Konzept „Vertrauen“ aus einer ganzheitlichen Perspektive, das als Motor in Wirtschaft und Politik wirkt. Eine Marke, die ein unerschütterliches Vertrauen in ihrer Kundschaft genießt, ist für ein Unternehmen die sicherste Basis für ein unabhängiges wirtschaftliches Handeln. Wer als Unternehmer, Markenentwickler und Markenführer im täglichen Geschäft mit vertrauensbildenden Maßnahmen arbeitet, findet in diesem kurzweiligen Buch auf gut 120 Seiten genügend Material für neue Einsichten und Anregungen zum Thema „Vertrauen“ für die Praxis.

aus: Lebensmittel Zeitung, Nr. 43 vom 23. Oktober 2009, Seite 51.

Weitere Informationen zum Autoren und zum Buch auf der Verlagsseite.

 
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