Manuskript von Hans Domizlaff um 1937 Hans Domizlaff Archiv - Frankfurt am Main
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Manuskript von Hans Domizlaff um 1937
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Rainer Gries:

Produkte als Medien

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Mit großem Fleiß hat der Dozent am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität in Jena in seiner Habilitationsschrift auf über 600 Seiten eine vergleichende, historische Studie zusammengestellt, die nicht nur theoretisch die Themenbereiche Produktverständnis und Produktpräsentation abhandelt, sondern auch an konkreten Beispielen in Produktbiographien darstellt, um im letzten Abschnitt des Buches den Versuch einer Historisierung von ‚Vertrauen' anhand der Geschichte der Produktkommunikation zur Diskussion zu stellen.

Die Produktbiographien von Deinhard Sekt, Rotkäppchen, Echter Nordhäuser Doppelkorn, Nivea, Florena und Creme 21 sind mit historischer Gründlichkeit ausführlich von ihrem Entstehungszeitpunkt bis heute aus soziologisch-historischer Sicht aufgezeichnet - sehr zur Freude des entsprechend Interessierten, der hier Hinweise auf Quellen und Dokumente findet.

Teilweise wurde dem Autor der Zugang zu Firmenarchiven gestattet, teilweise mußte er die Geschichte rekonstruieren. Insgesamt ist der Band ein Beitrag zur gesellschaftlich-historischen Betrachtung des Produktes als einer Erscheinung der Industriekultur und seiner Funktion als Träger von Sehnsüchten wie auch als Instrument zur Bewältigung des Alltags.

Deutlich wird dies nach Gries an der Art und Weise wie mit bestimmten Ost-Produkten in der Nachwendezeit in Deutschland umgegangen wurde.

Rainer Gries: Produkte als Medien. Leipziger Universitätsverlag 2003, 623 Seiten, 40 Euro.

Zuerst gekürzt veröffentlicht in: Lebensmittel Zeitung, Nr. 11, 12. März 2004, S. 71

 
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